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Die ersten Paprika können schon geerntet werden

 

Beim „Urban Gardening“ kann jeder mitmachen und etwas anbauen

Alle können mit anpacken, jeder kann etwas aussäen oder einpflanzen, es gibt keine festen Zeiten für die Gartenarbeit und es wird auch nicht geschaut, wer was erntet. „Ich schaue ein- bis zweimal die Woche vorbei und frage in der Flüchtlingsunterkunft nach, wer mir helfen möchte“, erfährt man von Erhard Jahn. Er leitet das vor gut zwei Monaten ins Leben gerufene „Urban Gardening“ Projekt der „Lokalen Agenda Leimen“ (siehe weitere Artikel) in der Markgrafenstraße.

 

Zwei fleißige Helfer hat er bereits an seiner Seite: Reza Rezai aus Afghanistan und Alhassan Abdul Alaziz aus Syrien packen gerne mit an. Sie wohnen mit ihren Familien in der Flüchtlingsunterkunft gegenüber dem Gartengelände und unterstützen Erhard Jahn beim Anlegen neuer Beete, beim Harken und Unkraut jäten. Kartoffeln, Tomaten, Paprika, Salat und verschiedene Kräuter wurden bereits angebaut und gedeihen gut auf dem neuen Gartenareal. Die ersten Paprika und Salatstöcke konnten schon geerntet werden. Alaziz möchte ein neues Beet anlegen und hat schon die Harke in der Hand. „Wir müssen auf die Jahreszeit achten und schauen, was wir jetzt anpflanzen können“, erklärt ihm Erhard Jahn. Der Syrer würde gerne Melonen anbauen. Reza Rezai bevorzugt hingegen Gurken. Letzterer ist täglich zur Stelle und gießt die Pflanzen. „Er kann auch gut mit Gartenwerkzeug umgehen, das sieht man“, lobt Gudula Weigel-Riemann von der „Lokalen Agenda“.

 

Ob er zu Hause in seiner Heimat auch einen Garten hatte und Gemüse anbaute, konnte sie noch nicht in Erfahrung bringen. Rezai floh 2015 aus seiner Heimat Afghanistan und ist erst seit einem Jahr in Leimen. Sein Deutsch ist noch nicht so gut, dass er alle Fragen versteht und darauf antworten kann. Was er aber deutlich machen konnte, ist seine Freude über die für ihn sinnvolle Betätigung. Er fühlt sich gebraucht und geschätzt und freut sich über das Lob für seine vorbildliche Gartenpflege. „Es ist für unsere Flüchtlinge wichtig, dass sie etwas zu tun haben“, wusste Gudula Weigel-Riemann. Alhassan Abdul Alaziz kam vor eineinhalb Jahren nach Deutschland und freut sich, wenn Erhard Jahn Hilfe im Gemeinschaftsgarten braucht. Wer beim „Urban Gardening“ in der Markgrafenstraße mitmachen möchte, kann mit Erhard Jahn unter der Telefonnummer 06224-828005 oder mit Familie Riemann unter 06224-77649 Kontakt aufnehmen.

Urban Gardening in Leimen

 

Kultur- und generationenübergreifendes Gärtnern
Gemeinsam wird mit Spaten und Harke der Boden beackert

Nicht jeder hat ein Haus mit Garten oder eine Parzelle in einer Kleingartenanlage, um sich mit Selbstangebautem versorgen zu können. Urbaner Gartenbau auf städtischen oder von privater Hand zur Verfügung gestellten Flächen macht dort Sinn, wo viele Menschen wohnen, ihnen aber kein ausreichendes Gelände zum Anbau von Obst, Gemüse, Kräutern und Blumen zur Verfügung steht. In Großstädten hat „Urban Gardening“ - womit das „gemeinschaftliche Gärtnern in der Stadt“ gemeint ist - schon viele Anhänger und Mitstreiter (siehe weitere Artikel).

 

Vor gut zwei Monaten startete die „Lokale Agenda Leimen“ ein Gartenbau-Projekt auf einem städtischen Grundstück in der Markgrafenstraße. Michael Sauerzapf vom Grünflächenamt der Stadt steht den Agenda-Mitgliedern beratend zur Seite. Die Örtlichkeit war ganz bewusst gewählt worden: denn dort wohnen seit einiger Zeit in einem früher als Hotel genutzten Gebäude viele Flüchtlinge mit ihren Familien. In unmittelbarer Nachbarschaft ihrer neuen Bleibe findet man zudem zwei Senioreneinrichtungen und die Jugendhilfeeinrichtung „Friedrichsstift“ mit ihren Wohnmöglichkeiten für Jugendliche und unbegleitete minderjährige Flüchtlinge. „Wir wussten, dass dort ein größeres Stück Gelände der Stadt gehört. Es sollte nämlich vor einigen Jahren hier ein Gymnasium gebaut werden“, erfuhr man von den Agenda-Verantwortlichen Gudula Weigel-Riemann und Georg Riemann. Aus dem Schulhausbau ist nichts geworden. Das Gelände lag nun über Jahre brach und verwilderte. „Wir fanden das sehr schade“, erinnern sich die Riemanns.

 

So kam der Gedanke auf, den benachbarten Flüchtlingen eine Möglichkeit zur Betätigung anzubieten und alle Bewohner der Straße miteinzubeziehen. „Wir wollten die Leute aktivieren, etwas zu bewirtschaften“, wurde verdeutlicht. Die Verantwortlichen der „Lokalen Agenda“ wollten mit dem von ihnen angestoßenen „Urban Gardening“ Projekt die Basis für ein nachhaltiges, herkunfts- und generationenübergreifendes Miteinander schaffen. „Unser Traum wäre es, wenn man hier so eine Art Garten-Park mit Bänken zum Ausruhen anlegen könnte. Dann hätten die Bewohner der Senioreneinrichtungen auch etwas davon“, meinte Gudula Weigel-Riemann. Die älteren Bewohner seien erfreulich unvoreingenommen gegenüber den Flüchtlingen und schauen ihnen gerne beim Gärtner zu, wusste sie.

 

In Kooperation mit der Stadt, der Flüchtlingshilfe Leimen und der Pro Seniore Residenz Odenwald als direkter Nachbar des Grundstücks ging es also vor zwei Monaten an die Umsetzung des „Urban Gardening“ Projekts: das Gelände wurde vom Wildwuchs befreit und Beete angelegt und bepflanzt. Agenda-Mitglied Erhard Jahn aus Sandhausen hat die Projektleitung und die „Lokale Agenda“ zusammen mit der Stadt die Finanzierung des Projekts übernommen. Gartengeräte werden gestellt, ebenso Saatgut und Setzlinge. (Foto u. Bericht mit freundlicher Genehmigung von Presseservice Geschwill)

                                       Urban Gardening in Leimen

Spaziergang im Leimener Wald am 1. September 2017

Nachlese - Wanderung durch den Leimener Wald

Am Samstag, dem 1.4.2017, trafen sich 18 Natur- und Wanderinteressierte am Parkplatz Naturfreundehaus Leimen, um unter Leitung von Anita Kühner, Jägerin und anerkannte Wildtierschützerin, zum 3.Mal viel Neues zu lernen. Nach kurzer Begrüßung durch Gudula Weigel-Riemann als Vertreterin der Agendagruppe Leimen ging es los. Bewunderung fand am Ausgangspunkt die große Wanderwegetafel des Naturparks an der Prinzenbrücke, die von einer Mitarbeiterin des Naturparks Neckartal-Odenwald nach Wegvorgaben der Agenda gemalt worden ist. Die Brücke, zerstört bei einem Unwetter 1746, neu errichtet 1747, hat den Namen nach ihrem wohltätigen Auftraggeber Prinz Friedrich von der Pfalz-Zweibrücken.

Am Weg lag neben großen Holzstämmen angesammelt sog. Polterholz. Das Wort kommt von dem polternden Geräusch, das beim Abwurf des Holzes auf dem Polterplatz entsteht. Ein Polter ist auch ein Mengenmaß (1m³ Festmeter entsprechen 1,2 Raummeter Stückholz oder Ster). Der Käufer des Polterholzes muss sich selbst um den Abtransport kümmern.

Bei blauem Himmel leuchteten in Weiß und Gelb unzählige Blumen am Wege - die Buschwindröschen, die geschützten Schlüsselblumen aus der Familie der Primeln, und das Scharbockskraut, das wegen seiner Vitamin-C-haltigen Blätter (vor der Blüte!) gegen Skorbut verwendet wurde. Den Hahnenfußgewächsen Buschwindröschen und Scharbockskraut ist wegen ihrer Giftigkeit in vielen Pfanzenteilen mit Vorsicht zu begegnen. Vorbei an der gefällten, imposant daliegenden Verlobungseiche, die nach ca. 300 Jahren gefällt werden musste, ging es zu ihrer kleinen 10-12 jährigen Nachfolgerin der Traubeneiche an der Hirschgrundhütte. Beim Pappelgewann entdeckten wir mit Erstaunen seltsame blaue „Wäscheklammern“ an den Spitzen neu gepflanzter Bäume. Sie sollen den Terminaltrieb schützen, das ist der Leittrieb von dem das Höhenwachstum abhängt. Die frischen Spitzen schmecken nämlich den Rehen besonders gut. An manchen der kleinen Bäume war auch zu entdecken, dass an ihnen „gefegt“ worden war, d.h. das Rehwild hatte den getrockneten Bast seines Gehörns dort abgescheuert. Im schönen Ochsenbach angekommen, gab es bei Sonnenschein im Innenhof bei Anita Kühner eine leckere Vesper. Danach ging es an einem kunstvoll gepflanzten neuen Zaun aus Weiden vorbei hinauf zu einem herrlichen Blick in den Kraichgau und dann,die Landstraße Ochsenbach-Gauangelloch querend, vorbei am unlängst privat gespendeten Wegekreuz und oberhalb Lingental zurück zum Ausgangspunkt. Viele gönnten sich noch eine Tasse Kaffee auf der Terrasse der Gaststätte des Naturfreundehauses „Am Gossenbrunnen“.

Es war ein wunderschöner Tag mit vielen neuen guttuenden Kontakten. Wir danken dafür – natürlich allen voran unserer auskunftsfreudigen, kenntnisreichen Begleiterin Anita Kühner. Sie hat der Agenda zudem - gegen deren Willen – nach der Tour die Vespergelder gespendet. Wir beabsichtigen, sie für Samen für das geplante Urban Gardening Projekt in Leimen zu verwenden.

                                      Die Wandergruppe im Leimener Wald

Urban Gardening - Urbaner Gartenbau in Leimen am 24.Juni 2017

 

Gut für die Umwelt. Und gut für Körper und Seele!

 

Wenn Sie Lust dazu haben, kommen Sie zu unserem nächsten

 

Treffen am Samstag, 24. Juni um 14.30 Uhr

 

am Gelände in der Markgrafenstrasse in Leimen

( unmittelbar vor dem Altenheim pro seniore ).

 

zum Kennenlernen oder gleich Loslegen, wenn Sie wollen.

 

Dann bitte Spaten, Hacke, Pflanzen etc. mitbringen.

 

 

Näheres unter 06224 828005 bei Erhard Jahn oder unter

06224 77649 bei Familie Riemann.

Interkulturelles Handarbeiten im Wollstübchen in Leimen

Wanderung durch den Leimener Wald

Ferienzeit - Wanderzeit

Aktion "Einkaufsnetze häkeln"

 

Wir konnten bei mehreren Veranstaltungen, im Eine-Welt-Laden und im Wollstübchen Leimen viele der selbstgehäkelten Netze verkaufen. Dank den Häklerinnen und den Käuferinnen!

 

Wir freuen uns sehr, dass wir für die „Tafel Leimen“ 

den bisherigen Erlös in Höhe von 200 Euro an Frau Hack überreichen konnten. Dazu noch einige schön bunte Netze.

 

Wir setzen die Aktion fort und würden uns sehr freuen, wenn Sie entweder mithäkeln oder eifrig Netze kaufen.

 

Sie tun sich, den Mitmenschen und der Natur Gutes!

 

Kommen Sie bitte zum Häkeln im Rahmen des „Interkulturellen Handarbeitens“  2 mal im Monat ins Wollstübchen in der Bürgermeister-Lingg-Strasse 14 !

 

Die Netze sind erhältlich im Wollstübchen in Leimen und  im Eine-Welt-Laden in der Alten Fabrik in St.Ilgen. Ebenda in Kürze bei der Kerwe St.Ilgen und eine Woche danach am Stand des Eine-Welt-Ladens  auf der Weinkerwe in Leimen.

Botanische Führung in Leimener Gewannen mit Dr. Ulrike Schofer

 

Bei unerwartet schönem Wetter starteten an der Endhaltestelle der Straßenbahn in Leimen   23 Pflanzenfreunde, um mit Frau Dr. Schofer die Pflanzenwelt entlang dem Lehrpfad des Obst-, Wein- und Gartenbauverein Leimens, dem Weinweg und dem idyllischen Röhrgrund zu erkunden. Ins Auge fiel sofort an einem Zaun die große Kletterpflanze namens Zaunrübe,  die in allen Teilen sehr giftig ist und aus deren Knollen Medizin gegen Rheuma hergestellt wird. Unmittelbar daneben die ungefährliche Knoblauchsrauke. Wenn man ihre Blätter zerreibt, riecht es nach Knoblauch. Sie findet als Würzpflanze mehr und mehr wieder in der Küche Verwendung. Sie wirkt außerdem leicht harntreibend und schleimlösend.

 

Ein paar Schritte weiter eine kleine blühende Pflanze, die keine/r als Feldsalat erkennt. Die Rosen am Rand betrachtend erklärte Frau Dr.Schofer die Methoden, Rosenöl herzustellen, und erzählte von ihrem österlichen Ausflug in die bulgarischen Rosentäler. An einem Hartriegelbaum vorbeigehend, erfuhren wir, dass wie z.B. die Hortensie auch diese Pflanze eine Scheinblüte hat, um die Insekten anzulocken, die wirkliche Blüte sitzt ganz klein in der Dolde. Überhaupt wurde einem auf dem Weg mal wieder bewusst, was die Natur alles anstellt, um die Fortpflanzung sicherzustellen.

 

Eine Wiese liegt weiß schimmernd in der Sonne, alles Gänseblümchen! Was hat es für einen schönen passenden Namen: Lateinisch: Bellis perennis, auf Deutsch „ausdauernde Schöne“. An einem Walnussbaum bewunderten wir den weiblichen Blütenstand versehen mit einem kleinen „Federwuschel“, damit die Bestäubung besser funktioniert.  Bei einem großen Wiesensalbei, einem Lippenblütler mit dem typischen vierkantigen Stängel, konnten wir den sog. Schlagbaummechanismus bewundern als Frau Dr. Schofer mit einem kleinen Stöckchen so tat als ob ein Insekt die Blüte besuchte.  Auch wenn sie als Expertin bedauernd feststellen musste, dass die Vielfalt der Pflanzen deutlich nachgelassen hat, ist es für den Laien immer wieder unfassbar, was alles dicht gedrängt beieinander wächst.

 

Auf der Tour durchquerten wir die Gewanne Unterer und Oberer Emmertsrain, Oberer Engelsbrunnen, Oberer Weißenberger, so genannt wegen des weißen Mergels im Boden. Den „Knollen“, was so viel bedeutet wie „Hügel im Hügel“, lassen wir über uns liegen. Frau Dr. Schofer gibt uns zum Abschluss noch den Tipp, auf die oft seltsamen Namen der Raststätten und Parkplätze an den Autobahnen zu achten, es handelt sich oft um Gewannnamen.  

 

Es waren nun schon zum dritten Mal unverändert lehrreiche und unterhaltsame Stunden in angenehmer Gesellschaft und schöner Natur. Herzlichen Dank an Frau Dr. Schofer für ihr ehrenamtliches Engagement!

Lokale Agenda Leimen

 

 

 
 
V O R W O R T
Im Oktober 2002 wurde in Leimen die lokale Agenda auf den Weg gebracht.
 
In den Arbeitgruppen:
 
- Bürgerschaftliches Engagement
- Stadtplanung Stadtentwicklung
- Energie und Verkehr
 
wirken viele engagierte Bürgerinnen und Bürger aktiv am Agenda-Prozess mit und haben bereits einige Projekte realisiert.
 
Unter anderem wurden Putzpartys auf verschiedenen Gemarkungsteilen durchgeführt, die Grünanlage am Rathausplatz mit einem
Brunnen und Sitzgelegenheiten verschönert, Jugendliche bei der Suche von Ausbildungsplätzen begleitet, eine Fahrradwegweisung
geplant und teilweise realisiert, ein EINE WELT LADEN eröffnet.
 
Mitmacher und Mitarbeiter sind in den Gruppen jederzeit willkommen.
 
Ansprechpartner bei der Stadtverwaltung Leimen ist:
Herr Frank TIMMERS, Tel. 06224/704-273
 
Frau Ingrid BOCK, Tel. 06224/704-239

 

 

 

Projekt Agenda 2010 (Pdf-Datei/Acrobat Reader)

Ansprechpartner:
Familie RIEMANN
Tel:06224/77649

WOLL-SPENDE

   

Machen Sie eine

WOLL – SPENDE!

Die Wolle für die Aktion „Netze häkeln“ ist aufgebraucht.

 

Wir benötigen nun wieder für soziale Zwecke Wolle!

 

Bitte bringen Sie sie ins „Wollstübchen“ in der Bürgermeister-Lingg-Str.14 in Leimen

oder

in den Eine-Welt-Laden in St.Ilgen

 

Wir danken Ihnen!

Warum immer Ein-Weg-Tüten? Lasst uns Einkaufsnetze häkeln!

 
 
 
 
WIR HABEN NOCH GARN!
 
Wollen Sie für einen guten Zweck zuhause ein Netz häkeln? Dann bitte einfach Wolle und Anleitung im „Wollstübchen“ in Leimen holen.
Ort u. Zeit:Bürgermeister-Lingg-Str.14,
Mo-Sa 10 -12 Uhr (außer Mi) und Mo, Do, Fr 16-18 Uhr.
 
Bitte die fertigen Netze vor der Leimener Kerwe am 20.09.2014 ins “Wollstübchen“ oder an der Kerwe zum Stand des Eine-Welt-Ladens vor dem Rathaus bringen.
 
Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Häkeln und danken Ihnen herzlich!
 
Die Netze können Sie auf der Kerwe kaufen!

 

Wandern mit Karte und Kompass

Hatten wir ein Glück mit dem Wetter! Noch 5 vor 2  Regen und Donnergrummeln und dann 3 Stunden Sonnenschein.  So konnten die  Kinder auf der Bank unterm Baum am Naturfreundehaus im Trockenen die ersten Informationen von Georg Riemann bekommen. Er zeigte, was alles auf einer Wanderkarte zu sehen ist, wie ein Kompass funktioniert und wie die Wegmarkierungen auf den Wegen zu verstehen sind.  Und er erzählte u.a. seltsame Dinge wie man sich ganz grob behelfen kann, wenn man keine Hilfsmittel zur Hand hat, z.B. dass bei Baumstümpfen die Jahresringe auf der Nordwestseite am dichtesten sind oder dass die Ausgangslöcher bei den Ameisenhaufen meist auf der Südseite sind, weil dort die Puppen zum Trocknen ausgelegt werden. Er erklärte, wie man Sonne und Uhr zur Orientierung benutzen kann und dass das auch bei bedecktem Himmel geht, weil der Schatten in entgegengesetzter Richtung zur Sonne steht.

Leider befand sich auf der kleinen Wanderung zur Hirschgrundhütte weder ein geeigneter Baumstumpf noch ein Ameisenhügel. Auf dem Weg wurde eifrig geprüft, ob der  Kompass die richtige Richtung zeigte, was nur dann klappte, wenn man ihn nicht zu unsanft behandelte. Eine junge Dame, beladen mit Büchern, sorgte dafür, dass nebenbei Bäume bestimmt wurden. Das Tierbuch konnte mangels Getier keine Anwendung finden.

Im Gegensatz zu den Jungs fanden die Mädchen den wetterbedingten Urwaldpfad zur Verlobungsseiche nicht so toll. Dafür freuten sich alle die Wege abwärts zur Hütte am Gossenbrunnen zu sprinten, wo Hans Nägele  zum Abschied  zwei Lieder spielte. Wir danken den Kindern für den schönen gemeinsamen Nachmittag und Christa und Hans Schwegmann für ihre Unterstützung beim Begleiten der Kinder.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
Bild: Die Kinder die mit der "Leimener-Lokalen-Agenda-Gruppe" bei Ihrer Wanderung an der Hirschgrundhütte angekommen sind;
(links im Bild) Herr Nägele, (dritte v. links) Frau Weigel-Riemann -Lokale Agenda-

 

Leimen gehört zum Naturpark Neckartal-Odenwald

 

Was der Naturpark ist und was er tut, berichtete die Geschäftsführerin des Naturparks, Frau  Cordula Samuleit, am 21.7.2014 im Naturfreundehaus „Am Gossenbrunnen“ den  interessierten Zuhörern.

Der Naturpark Neckartal-Odenwald ist der nördlichste der 7 Naturparks in Baden-Württemberg. Er grenzt an Bayern und Hessen. Er umfasst 152 000 ha.

 

Der Naturpark wird als Verein geführt. Seine Mitglieder sind aber nicht wie üblich Privatpersonen, sondern 54 Städte/Gemeinden und die beiden Landkreise Neckar-Odenwald und Rhein-Neckar. Die Gemeinden bezahlen einen Mitgliedsbeitrag. Sie werden dafür fachlich vom Naturpark bei naturnahen Projekten unterstützt und können finanzielle  Förderung bekommen.

 

Die Geschäftstelle befindet sich im Thalheim’schen Haus in Eberbach.. Außer deren Verwaltung und der Werkstatt ist im Haus das sehenswerte Naturpark-Zentrum., das nach Neugestaltung der Ausstellung im September wieder geöffnet werden soll.

Ein Naturpark eignet sich in besonderem Maße für die Erholung der Bevölkerung. Von daher wird alles getan, das Wandern zu fördern, z.B. über Markierung der Wege durch Wegewarte, über Wandertafeln, die z.T. in Holz in der Werkstatt erstellt und gemalt werden, über amtliche Wanderkarten und über die elektronische Wanderhilfe www.wanderwalter.de.

 

Wege für Mountainbiker gehören auch zum Angebot.

 

Der Naturpark fühlt sich verantwortlich für die Erhaltung einer naturnahen, historisch gewachsenen Kulturlandschaft.  Von daher werden Gemeinde-Projekte, die sich mit Streuobstwiesen, Hecken , u.ä. befassen, vom Naturpark unterstützt und finanziell gefördert.  Außerdem wird die regionale Landwirtschaft ins rechte Licht gerückt, und zwar seit einigen Jahren über Naturparkmärkte ( Am 12.10.2014 das 3. Mal in Leimen.) und über Brunchs auf dem Bauernhof (Am 3.8.2014 bei Geflügelhof  Ziegler/ Mauer und Klosterhof Neuburg/Ziegelhausen).

 

Außerdem bietet der Naturpark nicht nur in seinem Zentrum in Eberbach, sondern über vielfältiges Informationsmaterial und über seine Homepage  www.naturpark-neckartal-odenwald.de  gute Tipps für jeden von uns. 

 

Wanderwege in Leimen

"Wanderbares Leimen"

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